Der Text verbindet zwei gegensätzliche Wendepunkte: Während für den einen ein neues, unvergessliches Abenteuer beginnt (Himmelsstürmer), findet für die andere ein erfülltes Fliegerleben ein würdevolles Ende (Abschied). Beide eint die tiefe Ehrfurcht vor der Natur und dem Erlebnis des lautlosen Schwebens.

Die dokumentierte Heißluftballonfahrt am 2. Juni 2019 über das Allgäu war in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderes Erlebnis für die beiden Hauptbeteiligten. Für Herbert Ramsenthaler, den Passagier, war sie ein freudig empfangenes Geburtstagsgeschenk seiner Geschwister und der Beginn eines neuen, unvergesslichen Abenteuers. Nach geduldigem Warten auf die passenden Bedingungen beeindruckte ihn vor allem die Technik des Aufrüstens und das markante Fauchen des Brenners. Während der Fahrt genoss er den atemberaubenden Blick auf die Alpen und das satte Grün der Allgäuer Landschaft. Die Reise fand ihren feierlichen Abschluss in der traditionellen Ballonfahrer-Taufe, bei der er in den Stand des „Grafen Herbert“ erhoben wurde.

Für Ulla Klees, die Pilotin, bedeutete diese Fahrt das Ende einer 25-jährigen Karriere in der Ballonfahrerei, die sie aus gesundheitlichen Gründen abschloss. Die Fahrt mit Herbert war ihre letzte als verantwortliche Pilotin, verbunden mit einer Mischung aus höchster Konzentration, Wehmut und dem Glücksgefühl einer „butterweichen Landung“ im Sonnenuntergang. Versöhnt blickt sie auf das Ende dieser Ära zurück und freut sich darauf, künftig als Passagierin ohne die Last der Verantwortung die Landschaft genießen zu können.

Die Ballonfahrt verbindet so zwei gegensätzliche Wendepunkte: Während für den einen ein neues Kapitel beginnt, findet für die andere ein erfülltes Fliegerleben einen würdigen Abschluss. Gemeinsam teilen sie die tiefe Ehrfurcht vor der Natur und dem Erlebnis des lautlosen Schwebens über dem Allgäu.

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