Die ZEIT veröffentlichte auf  Z+ ein Interview mit der Pilotin Julia Peukert. Julia Peukert ist seit über 20 Jahren Pilotin und arbeitet aktuell für Discover Airline. Sie liebt besonders die Afrika-Routen und berichtet, dass Langstreckenflüge zwar anstrengend sind, aber durch Schichtarbeit und Pausen im Cockpit gut bewältigt werden können. Das Fliegen ist sicher – das Gefährlichste sei der Weg zum Flughafen. Herausforderungen gibt es vor allem bei speziellen Flughäfen wie Madeira oder Innsbruck, die besondere Flugmanöver erfordern. Für jedes Flugzeug ist eine eigene Schulung nötig.

Julia Peukert betont, dass Technikaffinität, Auffassungsgabe, Leidenschaft und Flexibilität wichtige Voraussetzungen für den Beruf sind. Trotz des geringen Frauenanteils unter deutschen Piloten (8 %) sieht sie keine Nachteile: „Auch ich bin Mama und habe eine Familie – das funktioniert.“ Teilzeitarbeit und unterstützende Partner erleichtern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Sie ermutigt Frauen, sich zu bewerben und den Beruf zu entdecken, da er abwechslungsreich und erfüllend ist. Auch ihre Tochter möchte Pilotin werden – Peukert würde sich darüber freuen.

Auch VDP Mitglied Justine Kill, selbst professionelle Pilotin, hat Erfahrungen zusammengetragen, wie sich Familie und der Beruf der Pilotin vereinbaren lassen.

Ihr Fazit: Pilotinnen können trotz der Herausforderungen des Berufes eine Familie gründen. Flexible Arbeitsmodelle, Unterstützung durch Familie und Freunde sowie die Möglichkeit, Teilzeit zu arbeiten, ermöglichen es, Beruf und Familie zu vereinbaren. Die individuellen Bedürfnisse und die Unterstützung durch den Partner spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Zum Artikel